Tee und Ich

Wie eine typische Vertreterin der Generation 80 und 90 in China, war ich sehr neugierig und fasziniert von der westlichen Kultur und habe in China Spanische Philologie studiert. Im Jahre 2001 bin ich nach Barcelona gekommen, um die Kunstgeschichte des Westens zu studieren und auch die andere, die westliche Welt kennenzulernen. Aber gleichzeitig erwachte wie nie zuvor das Interesse für meine eigene, traditionelle - die Chinesische Kultur. Obwohl ich ihn früher nur selten getrunken hatte: der Tee lag und liegt mir besonders am Herzen, vielleicht weil ich aus der Heimat des Grünen Tees – aus Ningbo, Provinz Zhejiang komme. Seitdem beschäftige ich mich leidenschaftlich mit der Chinesischen Teekultur, die ich so tief und faszinierend finde, dass ich sie gerne mit anderen teilen möchte. Leider ist im Westen die Chinesische Teekultur viel weniger bekannt als der Chinesische Tee selbst, im Gegensatz zur Japanischen Teekunst, die sich ursprünglich ja erst aus der Chinesischen Teekunst entwickelt hat. Seit ich im Jahre 2005 wegen meines Mannes nach Deutschland gekommen bin, ist es für mich zur Hauptarbeit geworden, die Chinesische Teekultur tiefer zu studieren und weiter zu fördern. Zusammen mit meinem Mann, der Biologe und Ökologe ist, entdecken wir den alten und universalen chinesischen Geist und die Schönheit, die es heute noch in China gibt und die wir auch helfen wollen zu schützen und zu verbreiten. Außerdem ist es uns ein Anliegen, besonders den Bio-Teeanbau und die traditionelle Handarbeit zu fördern.


Yuehu(Mond-See) Park in Ningbo, Provinz Zhejiang (Foto: Zheng/Goebel 2009)